Naturschutz und Landschaftspflege

Die Atelier-Stiftung Kunst und Natur verfolgt ihren Stiftungszweck der Förderung von Kunstschaffenden, indem sie in einem von der Natur geprägten Umfeld Wohn- und Arbeitsraum zur Verfügung stellt.

Die Verfolgung des zweiten Stiftungszwecks, nämlich die Förderung des Naturschutzes, der Landschafts-pflege und des Umweltschutzes, wird auf dem knapp 8 Hektar großen Naturareal, das der Stiftung zur Verfügung steht, ermöglicht

 


Ameisen

Der große Ameisenhügel am Übergang des dichten Walds zum Weg bedarf eigentlich keiner Schutzmaßnahmen. Es wird darauf geachtet, dass forstwirtschaftliche Maßnahmen nur entfernt stattfinden. Geplant ist die umfassende Bestandsaufnahme mit korrekter Artbestimmung als Datenbasis für die Feststellung guter und schlechter Entwicklungen und deren Ursachen. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass selbst gut gemeinte Schutzmaßnahmen einen Eingriff in die natürliche Umwelt der Ameisen darstellen und sich oft negativ auswirken. Die gezielte Zweignestbildung beispielsweise hat sich nicht bewährt und schwächt eher die Bestände.


 

Schonung – gefährdete Baumarten

Für die weitere Verfolgung des Stiftungszwecks Naturschutz wurde im Jahr 2024 eine vom Borkenkäfer befallene ca. 3500 m² große Fichtenschonung gerodet, im Jahr 2025 wurde das Rodungsareal für die Neubepflanzung mit gefährdeten Baumarten wie Esche, Buche, Lärche vorbereitet.

Noch in 2026 wird die Neuanpflanzung mit unterschiedlichen Baumarten erfolgen.


Streuobstwiese

Dem Stiftungszweck Umweltschutz wird durch die Erhaltung und Pfleg der Streuobstwiese nach aktueller Definition Genüge getan. Sie ist ca. 3.000 m² groß. Der Obstbaumbestand ist reichhaltig: Apfel, Birne, Kirsche, Mirabelle, Zwetschge, Blutpflaume, Walnuss. 

 


Das Steinbecker Meer

Vor etlichen Jahren wurde ein kleiner Teich angelegt, der sich natürlich gut entwickelt hat.
Die Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo) ist saisonal in einigen prächtigen Exemplaren oberhalb der Wasserfläche zu beobachten. Der Springfrosch mit ausdrucksstarker Rücken-zeichnung springt aus seiner Randbewuchs-deckung im Bogen ins Wasser. Nur die Seerose entwickelt sich zurückhaltend.

Gemälde Verena Kern


Bienen

In 2023 und 2024 wurden Imker gewonnen, einige ihrer Körbe mit Honigbienen in dem 8 ha großen Naturgebiet aufzustellen. Im Rahmen der Biodiversität war das vertretbar. Honigbienen leisten zusammen mit dem Menschen für den ertragreichen Anbau von Obst und Gemüse einen unverzichtbaren Beitrag. Eine Bedrohung für Wildbienen stellen wenige Honigbienenvölker nicht dar. Leider mussten die Imker die Völker weitergeben, weil sie aufgrund erworbener Bienengiftallergie keinen weiteren Kontakt zu Bienen haben durften.

In 2025 konnte ein neuer Imker gewonnen werden, dessen Völker allerdings obwohl in einem Biotop platziert an einer unbekannten Erkrankung starben. Da Bienen einige Kilometer fliegen, um Nektar zu sammeln, mögen sie in vergiftetes Gebiet geraten sein. Im Rahmen der Erfüllung der Stiftungsziele wie Pflege der Tierwelt, wurde Anfang 2026 versucht, für die Bienenzäune neue Völker zu gewinnen, was zur Blütezeit der Obstbäume gelungen ist. Es ist eine ordentliche Frühtracht zu erwarten.


Ohnehin vorhanden

Der Hof Scharrlberg bietet darüber hinaus Habitat für diverse Singvögel wie Stieglitz, Dompfaff, Grünfink, Buchfink, Schwarzamsel, Singdrossel, Star, aber auch für Buntspecht, Grünspecht, Kuckuck. Auch die ubiquitär anzutreffenden Vögel sind da: Spatz, Krähe, Taube, Elster
Und Säugetiere beleben die knapp 8 ha ebenfalls: Fledermaus, Hase, Reh, Marder, Fuchs, Wildschwein, Maulwurf.