Yvonne Dicketmüller
Projektskizze
Ich bewerbe mich auf die Residency mit einem literarischen Projekt. Während des Aufenthalts möchte ich ein neues Theaterstück für Kinder im Kindergartenalter schreiben, das im Anschluss an die Residency, zurück bei mir zu Hause im Atelier in Bochum, inszeniert werden soll. Das Stück soll Teil des Repertoires meiner mobilen Puppenbühne – des RoboTheaters – werden. Inhaltlich wird es daher eine Robotergeschichte sein. Damit das Schreiben gelingt, bewerbe ich mich ganz gezielt auf diese Residency, um fernab vom alltäglichen Trubel und vielen Ablenkungen an einem ruhigen Ort jeden Tag schreiben zu können. Mein Ziel ist es, eine – oder besser noch drei kurze – Robotergeschichten zu entwickeln, die für Kinder im Kindergartenalter geeignet sind. Für mich ist das eine große künstlerische Herausforderung, da meine bisherigen Geschichten deutlich länger waren und in 45- bis 70minütigen Inszenierungen für Kinder ab vier Jahren gemündet sind. Mit den kurzen Geschichten, die ich während dieser Residency schreiben möchte,
Statement
Während meines Aufenthalts auf dem Hof Scharrlberg habe ich an Bildern für mein Crankie „Stina und das kleine grüne Alien“ gearbeitet und einige Ideen für zukünftige Puppentheaterprojekte entwickelt.
Das ruhige Umfeld, die großen Ateliers, aber auch die Nähe zu Hamburg haben mir in diesen vier Wochen abseits meines normalen Alltags die perfekte Möglichkeit geboten, neue Wege zu erkunden, Kontakte zu knüpfen, Projekte zu planen und die Arbeit an meinem Theaterstück abzuschließen.
Gleichzeitig habe ich den Aufenthalt genutzt, um intensiv die Gegend zu erkunden, spazieren zu gehen und die wunderschöne Lüneburger Heide zu entdecken.
Vielen Dank an Birgit und Thomas, die diesen wunderbaren Monat möglich gemacht haben.
möchte ich mir den Weg ebnen, später eine modulare Inszenierung aus mehreren Robotergeschichten auf die Bühne zu bringen, um soKindergartenkinder unterschiedlichen Alters mit ihren jeweiligen Aufmerksamkeitsspannen und Bedürfnissen abzuholen. Was mich neben der Möglichkeit, mich voll und ganz auf das Schreiben zu konzentrieren, an der ausgeschriebenen Residency reizt, ist die Chance, das Stück fernab meines Ateliers zu schreiben und damit auch fernab aller von mir selbst in den letzten Jahren geschaffenen Möglichkeiten, Dinge während des Schreibens unmittelbar zu erproben. Auf das Erproben während des Schreibprozesses werde ich zwar nicht verzichten – es ist ein integraler Bestandteil meiner Arbeitsweise –, aber es ist spannend, dafür auf andere Materialien und Objekte zurückzugreifen, die ich am Residenzort vorfinde. Ich bin mir sicher, dass das Stück, das ich während der Residency schreiben werde, so dem späteren Inszenierungsprozess auch eine ganz eigene ästhetische Richtung vorgeben wird.
Foto Birgit Krähe
Fotos Donna und der Blitz