Im Rahmen dieses Stipendiums möchte ich ein neues Bühnenstück entwickeln, das
die Beziehung zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz untersucht. Im Zentrum steht das
philosophische Konzept des „Schmerzes“ als mögliche letzte Grenze zwischen Mensch und
Maschine. Ist Schmerz lediglich auferlegtes Leiden – oder eine bewusste, konstitutive
Erfahrung, die unser Verständnis von Menschsein bestimmt?
Das Stück ist als dialogisches Kammerspiel konzipiert: Zwei Figuren – ein Mensch und eine KI
Instanz – begegnen einander in einer Situation radikaler Konfrontation. Sprache,
Wiederholung, Unterbrechung und Stille werden dabei zu dramatischen Mitteln, die nicht nur
Inhalt transportieren, sondern selbst Bedeutung erzeugen. Es handelt sich nicht um einen
theoretischen Text, sondern um ein genuines Bühnenwerk, das aus der Spannung zwischen
Denken, Sprechen und Verkörperung entsteht.